Operative Behandlung

Operative Behandlung

Die moderne operative Behandlung erfolgt überwiegend unter Erhaltung der Gebärmutter und minimalinvasiv (Schlüsselloch-Chirurgie).

Durch Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) können Myome, die sich nach innen entwickelt haben, abgetragen werden. Eine zusätzliche Möglichkeit ist, bei Bedarf, die elektrische Abtragung der Schleimhaut bei Blutungsstörungen und wenn die Familienplanung abgeschlossen ist. Im Einsatz ist die moderne bipolare Technik in Kochsalzlösung und mit Chip-Absaugpumpe, die deutlich seltener zu Komplikationen führt als die klassisch eingesetzte zuckerhaltige Spüllösung (siehe http://youtu.be/LXunr4Z_sls).

Durch Bauchspiegelung (Laparoskopie) werden die Myome über kleine Einschnitte abgetragen und entfernt. Auch hier benutzen wir die neueste Technik: die von einem Generator erzeugten Ultraschallschwingungen sowie speziell zum kraftvollen Greifen von Gewebe entwickelte Scheren ermöglichen eine optimale Koagulation und schnelles Schneiden unter Schonung der Gebärmutter (siehe http://youtu.be/zpC9K5NpWKA).

Diese Operation ist anspruchsvoll und sollte von einem erfahrenen Chirurg durchgeführt werden, insbesondere wenn die Gebärmutter erhalten bleiben sollte.

Seltener müssen große Myome über einen kleinen Bauchschnitt (Laparotomie) entfernt werden. Die kleine Schnittführung erfolgt kosmetisch wie beim Kaiserschnitt quer und im Bereich der Schamhaargrenze. Wir bemühen uns, diese klassische Technik nur ausnahmsweise einzusetzen.

Wenn eine Erhaltung der Gebärmutter nicht mehr möglich ist, muss diese entfernt werden. Bei gesundem Gebärmutterhals gibt es die Möglichkeit, nur den Gebärmutterkörper zu entfernen, in den meisten Fällen durch Bauchspiegelung (sogenannte LASH). Der Sinn dieser Operation wurde bereits erklärt: die wichtigste Verankerung des Beckenbodens und die Scheidenlänge bleiben unverändert, eine Scheidensenkung wird vermieden und die Sexualität bleibt erhalten!

(siehe Kapitel Keine Gebärmutterentfernung / Konservative Behandlung)